Wortstoffhof

Jahresrückblick 2010

So, jetzt auch hier, der Jahresrückblick in Kurzfassung. Bisschen spät geworden, aber noch ist das Jahr jung. Und damit auch noch Zeit für eine Langfassung in den nächsten Tagen.

1. Zugenommen oder abgenommen?
Dem Hosensitz-Gefühl nach hat sich da wenig getan. Ohne Waage im Haus lebt es sich leichter (hihi).

2. Haare länger oder kürzer?
Kurz. Seit meinem 14. Lebensjahr die einzige Antwort auf diese Frage

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gefühlt schlechter. Ich sollte da nochmal zum Augenarzt. Gute Vorsätze 2011!

4. Mehr Kohle oder weniger?
Gleich.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Viel mehr, seufz. Zwei Urlaube (toll, toll, toll!) und drei Inlays (da hätte ich gut und gerne drauf verzichten können …)

6. Mehr bewegt oder weniger?
Bisschen mehr, aber immer noch zu wenig. Gute Vorsätze 2011!

7. Der hirnrissigste Plan?
Regelmäßig bloggen zu wollen.

8. Die gefährlichste Unternehmung?
Freiwillig in ein Flugzeug zu steigen. (Wieviel Adrenalin verkraftet ein Körper so? Ich frage für mein Herz.)

9. Der beste Sex?
Immer wieder gerne.

10. Die teuerste Anschaffung?
Drei Inlays (s.o.)

11. Das leckerste Essen?
So viele gute und leckere Essen, auswärts und zu Hause.

Die Top 5 auswärts: Tapas im 13 Prozent, die Degustationsmenus im Living und im Es Mercat (alle Palma de Mallorca), mein Menu im Trific (tolle Menschen getroffen, super Essen genossen) und das vegetarische Menu im Rebelote Supper Club (auch hier: tolle Menschen (wieder)getroffen und ein fantastisches Essen genossen).

12. Das beeindruckendste Buch?
Ich kann mich an keinen wirklichen Knaller erinnern. Dann war wohl auch keiner dabei, leider.

13. Der ergreifendste Film?
Viel zu wenig Filme gesehen. Daher: Die ersten 20 Minuten von „Up“.

14. Die beste CD?
Le Pop von Katzenjammer

15. Das schönste Konzert?
Keines gesehen, keines gehört.

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
Arbeit und Pendelei. Bäh.

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
Der Liebsten

18. Vorherrschendes Gefühl 2010?
Da geht noch was!

19. 2010 zum ersten Mal getan?
Mich mit Menschen aus dem Internet getroffen. Toll wars! Und immer wieder gerne!

20. 2010 nach langer Zeit wieder getan?
Geflogen. Ich weiß, warum ich das nur alle Jubeljahre freiwillig mache.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Die Sturheit und Boshaftigkeit eines Menschen; die Gier und die Boshaftigkeit anderer Menschen; die Traurigkeit und Verzweiflung und Verwirrung, die die beiden erstgenannten bei meiner Großmutter ausgelöst haben. Und bei meinem Vater.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Du kannst alles machen, was du möchtest!

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Da zu sein, wenn man da sein muss.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Da zu sein, wenn man da sein muss.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Möchtest du mich heiraten?

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ja! (Doch, in diesem Fall zählt das als ganzer Satz.)

27. 2010 war mit einem Wort …?
Durchwachsen. Alles drin, an der richtigen Mischung wird 2011 weitergearbeitet.

Advertisements

Warm

Manchmal gibt es Texte, bei denen bleibt man hängen. Weil sie ehrlich sind und schonungslos, schön und vielleicht ein bisschen traurig. Weil soviel Wahrheit in ihnen steckt. Und diese Texte packt man sich ganz tief ins Herz und holt sie beizeiten immer mal wieder raus um sich daran zu freuen. Und bei ganz besonderen Texten, möchten man einfach nur „Danke“ sagen und den Verfasser oder die Verfasserin am liebsten knuddeln. Also, ich möchte das. Und mach es viel zu selten. Danke, Anke.

Westwind

Vier Tage Meer und Wind und Sonnenschein. Vier Tage Auszeit. Ein Umzug in Sichtweite. Die Option, dass sich die Dinge fügen. Ich freu mich drauf!

Tag 4 – Dein Hassbuch

Nach Liebe, jetzt Hass. Und mir fällt es genau so schwer. Nicht, weil es so viele Bücher gibt die ich hasse, sondern weil ich Bücher nicht hassen kann. Das Buch kann ja am wenigsten dafür, wenn es blöd ist. Eigentlich garnix. Wenn schon, dann müsste ich den Autor hassen oder den Übersetzer oder beide. Das kann ich aber auch nicht, weil mich der Autor oder der Übersetzer ja nicht bei Wasser und Brot im Keller anketten und mich zwingen ihr Buch zu lesen. Wenn ich ein Buch schlecht finde, lege ich es weg. Punkt.

Trotzdem, die Frage will beantwortet werden. Nun denn. Neben diversen Abgründen „lesbischer Literatur“* ist mir bis jetzt erst ein Buch begegnet, das ich dem Autor gerne mal rechts und links um die Ohren gehauen hätte: Der träumende Delphin von Sergio Bambaren. Das Buch funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Man nehme Die Möwe Jonathan von Richard Bach, ersetze Jonathan durch den Delphin Daniel, drehe den Inhalt noch einmal durch einen Metaphern-Fleischwolf, würze das Ganze mit einer Doppeldosis Kitsch und füge 40 Kilogramm mangelndes Sprachtalent hinzu. Et voila, fertig ist der Bestseller.

*Diese Abgründe sind weit und tief und mannigfaltig. Die lesbische Literatur ist quasi ein Eisberg an schlechten Romanen, auf dessen Spitze ein kleiner Stapel guter Bücher ruht. Und mich beschleicht manchmal das Gefühl, es gibt da eine große Angst ein gutes Buch zuviel zu produzieren, woraufhin der ganze Bücherstapel ins wanken geraten und auf Nimmerwiedersehen im kalten Polarmeer verschwinden könnte. Alle anderen Theorien die ich dazu habe, behalte ich lieber für mich. Die sind nicht so nett.

Tag 3 – Dein Lieblingsbuch

Pfft. Wie jetzt? In welcher Kategorie? Krimi, Fantasy, Belletristik, Lyrik, Sachbücher? Ich kann so was nicht. Ich lese seit dem ich sechs bin und ich lese immer. Im Bett, im Zug, bei der Arbeit (ok,  keine Bücher oder nur Fachbücher), in der Mittagspause und auf dem Klo. Dementsprechend lese ich viel. Und da soll ich jetzt ein Lieblingsbuch haben? Die Frage hätte ich noch nichtmal in der Grundschule eindeutig beantworten können. Einigen wir uns darauf, welche Bücher ich in letzter Zeit sehr gerne gelesen habe oder welche ich in einer bestimmten „Kategorie“ besonders herausragend fand, ok?

Krimi:
Alles, ohne Einschränkung, von Fred Vargas. Ach, und Agatha Christie. Da dann lieber Miss Marple als Poirot.

Fantasy:
Jonathan Strange & Mr. Norell von Susanna Clarke
Der Name des Windes von Patrick Rothfuss
Die Erdsee-Trilogie von Ursula K. LeGuin

Belletristik:
Auf den Körper geschrieben von Jeanette Winterson
Alias Grace von Margaret Atwood
Träume in den erwachenden Morgen von Leslie Feinberg
Geschichte machen von Stephen Fry
Fabian von Erich Kästner

Und das sind jetzt nur die Bücher, die  mir spontan und ohne Bücherregale in Reichweite, einfallen.

Lyrik:
Selected Poems: W.H. Auden (Ich weiß grad nicht mehr wie der Titel des Buches genau lautet, nur noch das ich es in Paris bei Shakespeare and Company gekauft habe und mich dieses Buch jedes Mal wieder an Paris erinnert. Hach.)
Die Sonette von William Shakespeare

Sachbücher:
Geheime Botschaften. Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet und Fermats letzter Satz, beide von Simon Singh
Opera. Komponisten, Werke, Interpreten von Andras Batta