Was bisher geschah

von hammwanich

Kinners, wie die Zeit vergeht. Man kommt ja zu nix. Da startet man ganz ambitioniert ein Blog, hat auch direkt ein nettes Thema über das man berichten möchte, lässt also den ersten Urlaubstag Revue passieren und dann kommt es, wie es halt so kommt. Der Urlaub ist vorbei, der Alltag zerrt an allen Ecken und Enden und schwupps sind die Monate ins Land gegangen. Tss …

Wir haben also Wander- und Erholungsurlaub auf Mallorca gemacht. Schön war es da und ich werde hier dann doch nochmal versuchen, alle Erlebnisse in den virtuellen Raum hinein zu kommunizieren. Bald.

Wieder zuhause gab es viele schöne und auch weniger schöne Erlebnisse und Momente: Ausflüge, Geburtstagsfeiern, Krankenhausbesuche und Arbeit, Arbeit, Arbeit.  Einer der ganz großen Nachteile, wenn man nicht dort lebt wo man einer geregelten Tätigkeit nachgeht, ist der Zeitaufwand. Bei mir sind es um die 13 Stunden am Tag, die ich im Büro und im Zug verbringe. Das schlaucht, besonders ausgeprägte Morgenmuffel wie mich, die um 6.00 Uhr morgens den Wecker eigentlich nur an die Wand werfen möchten …

Zur Entschlauchung macht man dann halt mal wieder Urlaub! Also ging es letzte Woche für ein paar Tage in das schönste Bundesland der Republik, nach Hamburg. Standesgemäß werden die Liebste und ich bei der Ankunft am Sonntag  von einem Wolkenbruch begrüßt. Wir nutzen die Gelegenheit für einen kleinen Regentanz, während wir am Eingang der Unterkunft vergeblich versuchen die Tür zu öffnen. Dafür braucht es einen Nummerncode (haben wir), und zwar den Richtigen (haben wir offensichtlich nicht). Ein Telefonanruf später ist das Problem behoben, wir beziehen das kleinste und schnuffigste Bed and Breakfast-Zimmer der Welt im Thaden88 und legen uns erstmal schlafen wieder trocken. Zum Abendessen geht es um die Ecke ins Schanzenviertel, im bok restaurant gibt es Thai für die Liebste und Sushi für mich. Preiswert, lecker, kann man machen.

Montag:
Wir machen uns auf, zu Fuß Richtung Hafen,  einmal quer durch St. Pauli und über die Reeperbahn. Ist ja auch mal ein Erlebnis, so am Morgen. Ich zeige immer mal wieder hier hin und dort hin, erkläre wo was mal war, schwelge ein bisschen in Erinnerungen und kann es zwischendurch kaum glauben, das es bereits zwölf Jahre her ist, das ich in Hamburg gewohnt hab. Nun denn.
An den Landungsbrücken verzichten wir auf die „Grrroße Hafenrrundfahrrrt!“, es nieselt sich so ein und windet, echtes Seemannswetter halt, bei dem ich gerne festen Boden unter den Füßen behalte. (Wir haben da mal vor Jahren bei Windstärke 9 eine Lichterfahrt gemacht. Im Januar. Im Dunkeln natürlich. Auf der Elbe. Wenn Sie mal so richtig entgeisterte Touristen sehen möchten, die sich panisch an ihrer Sitzbank festklammern oder wahlweise im Rhythmus der Wellen apathisch mit dem Kopf gegen die Fensterscheibe schlagen, kann ich empfehlen es uns gleichzutun. Falls Ihnen bereits als Kind auf der Schaukel immer schlecht wurde, dann eher nicht.)
Von den Landungsbrücken geht es dann weiter in die HafenCity, das urbane Entwicklungsprojekt der Stadt Hamburg und Hort der größten, tollsten, teuersten und immer noch unfertigsten Philharmonie der Welt. Es mag am Wetter liegen, oder an Wochentag und Uhrzeit, aber irgendwie finde ich das alles mehr so na ja. Die Reißbrettplanung lässt sich nicht verbergen, gewachsene Strukturen sehen anders aus und es drängt sich so eine leichte Geisterstadt-Atmosphäre auf. An einem lauen Sommerabend, mit einem lecker Kaltgetränk in der Hand, kann man aber bestimmt einen tollen Blick auf den Hafen genießen. Bei Gelegenheit wird das dann nochmal getestet.
Immer noch zu Fuß geht es dann weiter durch die Speicherstadt Richtung Mönckebergstraße, am Rathaus vorbei zum Gänsemarkt und zum Jungfernstieg. Abends sind wir bei Freunden in Ottensen zum Essen eingeladen, Spargel und Wein bis spät in die Nacht. Und auch hier treten wir den Heimweg leicht angesäuselt und per Pedes an.
Motto des Tages: So weit die Füße tragen.

Dienstag:
Ausschlafen! Karoviertel, Binnenalster, Innenstadt,  Planten und Blomen, Außenalster, St. Georg. Und wir sind immer noch zu Fuß unterwegs. Verrückt, ich weiß. Dabei kann man in Hamburg ganz prima U- und S-Bahn fahren. Nun ja.
Am Abend dann ein Blogger-Blind-Date im trific. Wir sind mit Isa verabredet, die ich nur aus dem Internet kenne, via Twitter, Blog und Facebook. Und mit Christian, der gerade bei Isa zu Besuch ist. Und mit Anke, Monalisa und Little Jamie. Und dann sitzen da bei wunderbarem Essen und tollem Wein sieben einander mehr oder weniger bekannte Menschen an einem Tisch und unterhalten sich ohne Punkt und Komma, bis man sie (fast) vor die Tür kehren muss. Hach! Danke an alle für den wunderschönen Abend!
Wer mehr über das trific (toll, toll, toll!) wissen möchte, bitte mal hier bei Anke gucken.  Einfallslos wie ich bin, hab ich auch gleich mal ihr Menü nachgegessen.
Motto des Tages: Triff mich im e-mail

Mittwoch:
Wieder ausschlafen! Und dann zu Hagenbecks Tierpark, die Liebste hat Sehnsucht nach einem entspannten Zoobesuch. Schön ist es da, die Sonne lacht, die Tiere halten Siesta und wir genießen die Ruhe.
Eigentlich ist für heute die Abreise angesetzt, aber wir verlängern spontan, ob des schönen Wetters und so. Mich bekommt man so leicht ja auch aus Hamburg nicht wieder weg.
Motto des Tages:  Schön ist es auf der Welt zu sein!

Donnerstag/Freitag:
Wir verbummeln unsere Zeit am Elbstrand und bei Planten und Blomen, schmieden Pläne für die Zukunft und genießen die Stadt.
Motto der Tage: Summertime

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