Ha, der Herr jawl hat mir ein Filmstöcken zugeworfen und weiß offensichtlich, wie er mich dazu bekommt zu bloggen. Dann wollen wir mal.
Gehst Du (noch) ins Kino, oder hat ihm das Heimkino mit allen seinen Vor- und Nachteilen da inzwischen den Rang abgelaufen?
Da Heimkino im Hammwanichen Haushalt bedeutet Filme auf dem Laptop zu schauen, gehe ich nach wie vor gerne ins Kino. Auch wenn ich viel zu selten dazu komme. Bestimmte Filme machen für mich auch nur im Kino Sinn, weil sie erst durch eine große Leinwand und ein gutes Soundsystem so richtig zu Geltung kommen. Übrigens der Grund, warum ich z. B. Tiger and Dragon noch nie gesehen habe. Aber immer noch gerne mal sehen möchte. Wer mir also sein Privatkino für diesen Anlass zur Verfügung stellen möchte, ist herzlich eingeladen!
Hollywood? Bollywood? Western oder Drama, finnisches Problemstück oder deutsche Kommödie – gibt es Genres die Dich garantiert ins Kino ziehen oder garantiert abhalten?
Was überhaupt nicht geht und mich nicht nur vom Kinobesuch, sondern auch grundsätzlich vom schauen abhält sind Horror-, Splater- und sonstige Serienkiller- und Psycho-Filme. Ich hab mit 14 Shinig von Stephen King gesehen und das reicht dann auch für den Rest meines Lebens. Wobei mein Schissigkeitslevel auch mit den Jahren deutlich zugenommen hat. “Das Schweigen der Lämmer” oder “7ven” (beide allerdings in relativer Sicherheit auf der Couch geguckt), würde ich mir heute nicht mehr ansehen. Was auf jeden Fall (fast) immer geht, sind Animationsfilme, gerne aus dem Hause Pixar. Bei allen anderen Genres kommt es auf die Story an. Finde ich sie interessant, dann darf es gerne auch ein Western oder ein Bollywood-Film oder klassisches Hollywood-Kino sein. Wenn nicht, dann halt nicht.
»Sex and the City, der Film« – wie stehst Du dazu, wenn erfolgreiche Fernsehserien den Sprung ins Kino wagen – und gibt es eine Serie, die Du gerne dort sehen würdest?
Hmm, schwierig. Die Serie “Sex and the City” habe ich z. B. nie gesehen, den Film dagegen schon. (Eben weil die Serie ja gut sein soll.) Und ich fand in ziemlich schnurz. Grundsätzlich glaube ich, dass sich das Serienformat nicht unbedingt erfolgreich auf einen Film übertragen lässt. Wo die Serie Zeit hat, den Figuren vielleicht ein bisschen mehr Profil und Tiefe zu geben und der Erzählung Raum, muss der Film das alles in anderthalb Stunden abhandeln. Ergo: Serie gerne als Serie und Film gerne als Film.
Harry Potter der siebte, James Bond der achtunddrölfzigste – bist Du ein Kino-Serien-Gänger?
Ganz klar: Nein. Bei Harry Potter habe ich eine Ausnahme gemacht, da das Buch schließlich auch aus sieben Teilen besteht, aber ansonsten reicht mir durch aus Teil 1. James Bond ist eh nicht so meins und auch bei Ice Age, Stirb langsam oder allen anderen Fortsetzungen werde ich das Gefühl nicht los, das da jeweils versucht werden soll mit wenig Aufwand nochmal viel Geld in die Kassen zu spülen. Und das merkt man leider dann auch.
Und zum Schluß: Schon mal im Kino gewesen, nur um zu knutschen?
Na, aber sicher! Ich habe einen ganzen Sommerurlaub nur damit verbracht, ins Kino zu gehen und zu knutschen. Meine Eltern waren begeisterte Campingurlauber und so waren wir jeden Sommer zwischen meinem sechsten und sechszehnten Lebensjahr auf dem selben Campingplatz im Allgäu. Das hört sich für manche mit Sicherheit mehr als öde an, ich fand es toll. Zumal es nicht nur Berge und einen See vor der “Zelttür” gab, sondern der Campingplatz der Wahl auch durchaus mit einigem Luxus glänzte (und imer noch glänzt). Neben dem schicken Schwimmbad für Regentage gab es dort nämlich auch ein Kino. Selbstverständlich kostenlos für die Gäste und damit auch für die anwesende Campingjugend. Der perfekte Ort, um mit seiner Sommerliebe rumzuknutschen und danach an den See zu gehen, sich auf den Steg zu legen und Sternschnuppen zu zählen.
Und hier meine fünf neuen Fragen:
- Hast Du einen Film mehr als einmal im Kino gesehen und wenn ja, warum?
- Hast Du schon mal den Soundtrack zu einem Film gekauft?
- 3D-Filme, Blockbuster oder Arthouse? Oder alles?
- Gibt es einen Schauspieler/eine Schauspielerin, der oder die dich dazu bringen, jeden Film zu gucken? Auch, wenn die Story z. B. nicht so toll klingt?
- Bei Buchverfilmungen: Erst Buch dann Film? Oder erst Fim dann Buch? Oder nur Buch?
Und das Stöckchen geht an Isabo, Anke und Little Jamie. An alle anderen: Feel free to take it!
Selbst gepflückten Thymian aus dem Wald und frisches Gemüse. Mehr braucht es nicht, um glücklich zu sein.
Das Meer ist nicht blau. Das Meer hat 1.000 Farben.
Kekse zum Frühstück sind eine prima Erfindung.
Ratten können auf Bäume klettern.
Feigenbäume, Esskastanien, Kaktusfrüchte, Erdbeersträucher.
Hühner haben viel größere Füße als man gemeinhin denkt.
Man kann mit einer Riesenspinne das Zelt teilen. Wenn man muß.
Die Qual der Wahl: Entweder neue Mückenstiche oder riechen wie ein Klostein.
Allontanarsi dalla linea gialla.
Kröten sind gar nicht feucht und glitschig.
Framura – Der perfekte Ort, um sich zurückzuziehen und ein Buch zu schreiben. Irgendwann.
10 Tage sind einfach viel zu kurz.
Nein, dieses Blog ist noch nicht tot. Lediglich im Ruhezustand. Demnächst geht es hier frisch und munter weiter. Ich muss nur noch den Defibrillator finden und dann ran da.
So, jetzt auch hier, der Jahresrückblick in Kurzfassung. Bisschen spät geworden, aber noch ist das Jahr jung. Und damit auch noch Zeit für eine Langfassung in den nächsten Tagen.
1. Zugenommen oder abgenommen?
Dem Hosensitz-Gefühl nach hat sich da wenig getan. Ohne Waage im Haus lebt es sich leichter (hihi).
2. Haare länger oder kürzer?
Kurz. Seit meinem 14. Lebensjahr die einzige Antwort auf diese Frage
3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gefühlt schlechter. Ich sollte da nochmal zum Augenarzt. Gute Vorsätze 2011!
4. Mehr Kohle oder weniger?
Gleich.
5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Viel mehr, seufz. Zwei Urlaube (toll, toll, toll!) und drei Inlays (da hätte ich gut und gerne drauf verzichten können …)
6. Mehr bewegt oder weniger?
Bisschen mehr, aber immer noch zu wenig. Gute Vorsätze 2011!
7. Der hirnrissigste Plan?
Regelmäßig bloggen zu wollen.
8. Die gefährlichste Unternehmung?
Freiwillig in ein Flugzeug zu steigen. (Wieviel Adrenalin verkraftet ein Körper so? Ich frage für mein Herz.)
9. Der beste Sex?
Immer wieder gerne.
10. Die teuerste Anschaffung?
Drei Inlays (s.o.)
11. Das leckerste Essen?
So viele gute und leckere Essen, auswärts und zu Hause.
Die Top 5 auswärts: Tapas im 13 Prozent, die Degustationsmenus im Living und im Es Mercat (alle Palma de Mallorca), mein Menu im Trific (tolle Menschen getroffen, super Essen genossen) und das vegetarische Menu im Rebelote Supper Club (auch hier: tolle Menschen (wieder)getroffen und ein fantastisches Essen genossen).
12. Das beeindruckendste Buch?
Ich kann mich an keinen wirklichen Knaller erinnern. Dann war wohl auch keiner dabei, leider.
13. Der ergreifendste Film?
Viel zu wenig Filme gesehen. Daher: Die ersten 20 Minuten von “Up”.
14. Die beste CD?
Le Pop von Katzenjammer
15. Das schönste Konzert?
Keines gesehen, keines gehört.
16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
Arbeit und Pendelei. Bäh.
17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
Der Liebsten
18. Vorherrschendes Gefühl 2010?
Da geht noch was!
19. 2010 zum ersten Mal getan?
Mich mit Menschen aus dem Internet getroffen. Toll wars! Und immer wieder gerne!
20. 2010 nach langer Zeit wieder getan?
Geflogen. Ich weiß, warum ich das nur alle Jubeljahre freiwillig mache.
21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Die Sturheit und Boshaftigkeit eines Menschen; die Gier und die Boshaftigkeit anderer Menschen; die Traurigkeit und Verzweiflung und Verwirrung, die die beiden erstgenannten bei meiner Großmutter ausgelöst haben. Und bei meinem Vater.
22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Du kannst alles machen, was du möchtest!
23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Da zu sein, wenn man da sein muss.
24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Da zu sein, wenn man da sein muss.
25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Möchtest du mich heiraten?
26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ja! (Doch, in diesem Fall zählt das als ganzer Satz.)
27. 2010 war mit einem Wort …?
Durchwachsen. Alles drin, an der richtigen Mischung wird 2011 weitergearbeitet.
Manchmal gibt es Texte, bei denen bleibt man hängen. Weil sie ehrlich sind und schonungslos, schön und vielleicht ein bisschen traurig. Weil soviel Wahrheit in ihnen steckt. Und diese Texte packt man sich ganz tief ins Herz und holt sie beizeiten immer mal wieder raus um sich daran zu freuen. Und bei ganz besonderen Texten, möchten man einfach nur “Danke” sagen und den Verfasser oder die Verfasserin am liebsten knuddeln. Also, ich möchte das. Und mach es viel zu selten. Danke, Anke.
